Gruppentherapie
Wir haben derzeit freie Gruppentherapieplätze
u.a. mit offenem Konzept (Mi. 17:00 Uhr und Do. 17:00 Uhr).
Bei Interesse können Sie hier mehr über Gruppentherapie und Teilnahmevoraussetzungen erfahren.
Stärke durch Verbindung - gemeinsam wachsen und entwickeln
Eine Gruppentherapie bietet einen geschützten Raum, in dem Sie sich wöchentlich mit anderen Menschen austauschen. Unter professioneller Anleitung bearbeiten Sie gemeinsam Themen, die Sie bewegen – ob aktuelle Konflikte, belastende Erfahrungen oder wiederkehrende emotionale Reaktionen. Durch die Begegnung in der Gruppe können Sie neue Sichtweisen kennenlernen, Lösungswege ausprobieren und das eigene Verhalten besser verstehen. Je nach Therapieansatz liegt der Schwerpunkt entweder auf praktischen Übungen und Veränderungen oder auf dem Verstehen von Gefühlen, Erinnerungen und Beziehungen.

Viele Menschen empfinden vor dem Beginn einer Gruppentherapie Unsicherheit oder auch Angst. Fragen wie „Muss ich sofort alles erzählen?“, „Bin ich die Einzige mit solchen Schwierigkeiten?“ oder „Was, wenn mir die anderen nicht zuhören?“ sind völlig verständlich. In der Gruppe zeigt sich oft, dass niemand mit seinen Bedenken allein ist. Schritt für Schritt entsteht ein Rahmen, in dem Sie selbst entscheiden, was Sie mitteilen möchten. Das kann den Druck verringern, Vertrauen fördern und einen behutsamen Einstieg ermöglichen. Es gibt wissenschaftliche Studien, die die Wirksamkeit von Gruppentherapie belegen*. Viele Menschen empfinden sie als hilfreich – auch, weil neben der therapeutischen Begleitung die Erfahrungen und Rückmeldungen der Gruppe einfließen. Gruppentherapie ist eine anerkannte Behandlungsform und kann für viele Anliegen passend sein.
Wie wirkt Gruppentherapie?
Das Gefühl "Ich bin nicht allein"
In der Gruppentherapie erzählen Sie von Ihren Erfahrungen in einem sicheren Raum. Der Austausch mit anderen, die Ähnliches kennen, zeigt: Ich bin nicht allein. Dieses gemeinsame Erleben kann Halt und Nähe schaffen und macht deutlich, dass niemand mit seinen Problemen ganz allein ist. Das kann entlastend wirken und neue Stärke geben.
Anderen helfen tut auch mir gut
Wenn Sie anderen zuhören oder Unterstützung geben, fühlen Sie sich oft auch selbst gestärkt. Helfen und Verstandenwerden gehören in der Gruppe zusammen. Viele merken, dass beides miteinander verbunden ist: Wer Anteil nimmt, profitiert auch selbst davon. Auf diese Weise kann ein Geben und Nehmen entstehen, das allen Beteiligten guttut.

Hoffnung durch Vorbilder
In der Gruppe sehen Sie, dass andere neue Wege finden oder kleine Schritte machen. Das zeigt: Entwicklung braucht Zeit und geht Stück für Stück. Es kann motivierend sein, zu erleben, dass Fortschritte möglich sind. Zugleich wird deutlich, dass Rückschläge dazugehören dürfen und Teil des Prozesses sind. Diese Erfahrungen schaffen Hoffnung, auch selbst dranzubleiben.
Neue Ideen für den Alltag
Mit der Unterstützung der Therapeut*innen und den Erfahrungen der anderen entstehen oft einfache Tipps für den Alltag. So bekommen Sie neue Ideen, die Sie selbst ausprobieren können. Manchmal sind es kleine Anregungen, die sich direkt umsetzen lassen, etwa im Umgang mit Stress oder Konflikten. Dadurch können neue Sichtweisen entstehen, die Schritt für Schritt ausprobiert werden.

Gemeinschaft gibt Sicherheit
Die Gruppe bietet einen geschützten Rahmen. Vertrauen und Zusammenhalt machen es leichter, offen zu sprechen und eigene Muster zu bemerken. Das gemeinsame Arbeiten gibt das Gefühl, nicht bewertet zu werden, sondern verstanden zu sein. So entsteht ein Ort, an dem Offenheit wachsen kann und neue Einsichten möglich werden.
Neues Verhalten üben
In der Gruppe können Sie Neues ausprobieren – zum Beispiel in Gesprächen, Übungen oder kleinen Rollenspielen. Sie bekommen direktes Feedback und erleben, wie sich anderes Verhalten anfühlt. Das Üben in einem sicheren Rahmen erleichtert es, eigene Grenzen auszutesten und Erfahrungen zu sammeln. Diese Erlebnisse können helfen, Veränderungen auch im Alltag umzusetzen.

Verschiedene Formen von Gruppentherapie
Verhaltenstherapeutische Gruppen
Verhaltenstherapeutische Gruppen können helfen, ungünstige Gedanken- und Verhaltensmuster zu erkennen und Schritt für Schritt zu verändern. In einem klar strukturierten Rahmen kommen Methoden wie praktische Übungen, Rollenspiele oder Verhaltensexperimente zum Einsatz. Typisch sind auch kleine Hausaufgaben, mit denen neue Strategien direkt im Alltag erprobt werden können. Die Gruppe wird so zu einem lebendigen Lernfeld, in dem Feedback und unterschiedliche Blickwinkel das Lernen erleichtern und Veränderungen nachhaltig verankern.

Tiefenpsychologische Gruppen
Tiefenpsychologisch fundierte Gruppen-therapien beschäftigen sich mit inneren Konflikten sowie wiederkehrenden Beziehungsmustern, die häufig in der eigenen Lebensgeschichte verankert sind. In der Gruppe können solche Zusammenhänge sichtbar werden – etwa, wie frühere Erfahrungen das heutige Erleben und Verhalten beeinflussen. Ein mögliches Ziel ist es, diese Muster zu verstehen und daraus neue Sichtweisen und Handlungsmög-lichkeiten zu entwickeln.
Systemische Gruppen
Systemische Gruppentherapien richten den Blick auf die Zusammenhänge zwischen einzelnen Personen und ihrem sozialen Umfeld. Probleme werden nicht alleine betrachtet, sondern im Zusammenhang mit Beziehungen, Familien- und Arbeitskonstellationen verstanden. In der Gruppe besteht die Möglichkeit, unterschiedliche Sichtweisen kennenzulernen, neue Perspektiven einzunehmen und konstruktive Lösungsansätze für festgefahrene Muster zu entwickeln. So können Veränderungen nicht nur bei der einzelnen Person, sondern auch im Umgang mit wichtigen Bezugssystemen wirksam werden.
Rahmenbedingungen
Unsere Gruppen bestehen in der Regel aus 6–10 Teilnehmenden und finden einmal pro Woche für jeweils 90 - 100 Minuten statt. Es handelt sich nicht um offene oder wechselnde Gruppen, sondern feste Zusammensetzungen, in denen ein vertrauensvoller Rahmen entstehen kann. Die Gruppentherapie ist ein fortlaufendes Angebot und läuft über einen Zeitraum von mindestens einem Jahr.
Vor Beginn der Gruppentherapie findet ein persönliches Erstgespräch statt. Dabei klären wir gemeinsam, ob diese Therapieform im Moment zu Ihren Bedürfnissen passt und welche Rahmenbedingungen hilfreich sind. Im Erstgespräch kann auch geklärt werden, welche Form der Gruppentherapie für Sie empfehlenswert ist. So können Sie einen ersten Eindruck gewinnen und offene Fragen besprechen.
Damit Gruppentherapie wirksam sein kann, ist es wichtig, dass Sie sich aktiv auf den Prozess einlassen und regelmäßig an den Sitzungen teilnehmen. Ihre Verlässlichkeit und kontinuierliche Mitarbeit tragen wesentlich dazu bei, dass Sie von den Erfahrungen in der Gruppe profitieren und positive Veränderungen anstoßen können.
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Informationen zu Einzeltherapieplätzen ohne Wartezeiten finden Sie unter Kostenträger.
Soforthilfe
In akuten Krisen- und Notfallsituationen wenden Sie sich bitte an den Rettungsdienst unter der Nummer 112, oder an die Rettungsstelle des nächstgelegenen psychiatrischen Krankenhauses. Alternativ nutzen Sie bitte das Hilfstelefon sowie die vor-Ort-Krisensitzungen des Berliner Krisendienstes. Ausführliche Informationen zur Soforthilfe finden Sie hier.
